UNESCO

Wir verstehen uns als Teil der „Einen Welt“ im Rahmen des UNESCO-Schulnetzwerkes. Die Schulgemeinschaft verpflichtet sich zu tolerantem, solidarischem und nachhaltigem Handeln und Denken im Sinne einer globalen Verantwortungsgemeinschaft ohne „Erste“ und „Dritte Welt“, – ganz im Sinne von Hannah Arendts Bemerkung, dass die Dritte Welt keine Wirklichkeit, sondern eine Ideologie sei.

Der UNESCO-Arbeit wird im Fachunterricht, in Projekten und an Projekttagen eine besondere Bedeutung beigemessen. Aus dieser Festlegung ergeben sich folgende Kernziele der gemeinsamen Arbeit am GGJR:

Interkulturelle Erziehung

IMG_5607Wir fördern die Entwicklung einer kulturellen Identität, die in Achtung und Respekt vor Andersdenkenden begründet ist. Schülerinnen und Schüler aus über 42 Nationen arbeiten in unserer Schule im Fachunterricht und in Projekten zusmmen.

Diese Vielfalt wertzuschätzen setzt die Bereitschaft voraus, sich mit dem Fremden auseinanderzusetzen und das Andere kennenzulernen. Kinder und Jugendliche werden in ihrer multikulturellen Prägung bereichernd als Experten und Kenner in Lernsequenzen zu Wort gebeten, um anderen ihre Denk-, Glaubens- und Empfindungsgewohnheiten vorzustellen.

Dies vermittelt Wertschätzung des zunächst Fremden und bindet diesen zugleich in die Vielfalt der Lerngruppe ein. Auf Schulfahrten, während Exkursionen, in Projekten und Workshops kommt dieser Ansatz neben dem Fachunterricht und den Ganztagsangeboten zum Tragen.

Dieser Ansatz hat unter anderem dazu geführt, dass wir 1996 die Auszeichnung „Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus“ erhalten haben, auf die wir sehr stolz sind.

Globale Verantwortung. Umwelt und Gesundheit

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Foto: Caroline Schreer

Think global – act local. Denke global – handle vor Ort. Diese programmatische Aussage der UNESCO-Arbeit überschreibt den uns besonders wichtigen Aspekt menschlichen Handelns: Die Globalität und Einheit unseres Handelns. Das Handeln jedes Einzelnen steht in einem globalen Zusammenhang mit den Lebenswirklichkeiten aller Menschen und dem Zustand unseres Planeten. Nachhaltigem Handeln wird bei uns ein großer Stellenwert beigemessen.

Konzepte und Regeln, die nachhaltiges Handeln aller fordern und fördern, werden ausdrücklich von der Schülervertretung und der Schulpflegschaft mitentwickelt und getragen. Die Bedeutung nachhaltigen Denkens und Handelns bildet ein wichtiges Thema in den Lehrplänen vieler Fächer. Die UNESCO-Projektarbeit greift diese Thematik fortwährend auf; ein Steuergremium aus Schüler(inne)n, Eltern und Lehrer(inne)n entwickelt hier Konzepte und Schwerpunkte der jährlichen Arbeit.

Regelmäßig versuchen wir, lerngruppenübergreifende Projektveranstaltungen zu diesem Thema durchzuführen. Wir unterstreichen so immer wieder die Bedeutung dieses Aspektes und geben Impulse für die Weiterarbeit im Fachunterricht und in kleineren Folgeprojekten.

Insbesondere die Umwelterziehung und die Sensibilisierung für Fragen einer nachhaltigen Gesundheitsförderung bedeuten uns viel. Die Erzeugung und Verarbeitung hochwertiger Lebensmittel, der Erhalt natürlicher Biodiversität und der Schutz unserer Lebenswelt Erde, – all diese Aspekte münden ein in die Fürsorge für ein gesundes Leben. Die Schulgemeinde arbeitet in diesem Wertzusammenhang konkrete Konzepte für die Schule aus.

Friedvolles Miteinander

IMG_0489An unserer Schule ist die gelebte und gelernte Solidarität in „Einer Welt“ fachübergreifendes Thema im Unterricht aller Jahrgangsstufen sowie Gegenstand regelmäßig stattfindender außerunterrichtlicher Veranstaltungen.

Die den Menschenrechtsgedanken befördernden Schulpartnerschaften mit Russland und der Ukraine, das Projekt „Model United Nations“ (MUN) oder unsere UNESCO-Projekttage, – alle regen den Umgang mit Jugendlichen aus anderen Ländern und damit das Verständnis für andere kulturelle und soziale Konzeptionen an.

Ob die seit Jahrzehnten gepflegte Schulpartnerschaft mit Frankreich oder unsere noch recht jungen Begegnungskulturen mit Russland, der Ukraine und Spanien, alle gemeinsam werden von der Erkenntnis getragen, dass Bildung und Reisen unauflösbar miteinander verbunden sind.

Das unterrichtliche Experiment, die Lektüre oder das Gespräch, sie alle können als Einladungen zur Begegnung mit Fremdem, mit noch nicht Gedachtem und noch nicht Verstandenem aufgefasst werden. Unserer Überzeugung nach stärkt Reisen Neugier, und in einem erweiterten Sinne können Lernprozesse auch als intellektuelle Reiseformen aufgefasst und kommuniziert werden.

Vor allem das Welterbekonzept der UNESCO beinhaltet vielfältige Möglichkeiten anderskulturelle Ausdrucksformen und Naturerbestätten nicht nur konkret erkunden, sondern fachunterrichtlich zu verdeutlichen, dass diese als herausragende Zeugnisse menschlicher Kreativität und Leistungskraft gelten und wertzuschätzen sind.